Rikli Motorsport mit Powerfrau auf der Ardennen-Achterbahn

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23.06.2014Rikli Motorsport mit Powerfrau auf der Ardennen-Achterbahn

Rikli Motorsport mit Powerfrau auf der Ardennen-Achterbahn


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22.06.2014: Auf der traditionsreichen Rennstrecke von Spa Francorchamps erntete Rikli
Motorsport an diesem Wochenende insgesamt 16 Punkte. Im Team der Eidgenossen war
Frauenpower während der Rennen zur Tourenwagen Europameisterschaft (FIA ETCC)
angesagt.


Andrina Gugger, #10: Endlich konnte Andrina Gugger alle Trainings des Rennwochenendes
voll nutzen. Die Zürcherin, die während der vergangenen Veranstaltungen den einen oder
anderen Defektteufel beklagte, war schon nach dem Qualifying, in dem sie ihren Honda Civic
FD auf der siebten Position der Division Super 2000 fixierte, recht zufrieden: "Wir haben eine
Menge probiert und ein gutes Setup für das Rennen gefunden."


Auch in den beiden Wertungsläufen lief es für die Rennlady gut. Mit einem perfekten Start in
den ersten Wettbewerb des Sonntags sicherte sie sich zunächst Rang sechs im starken
Fahrerfeld des FIA ETCC. Wie das berühmte Schweizer Uhrwerk legte sie konstant schnelle
Rundenzeiten auf den belgischen Asphalt und wurde mit Rang fünf belohnt. Selbst den
Teamkollegen hatte sie dabei hinter sich gelassen.


Das zweite Rennen begann wie das Erste. Andrina Gugger behauptete mit einem guten Sprint
vom Startplatz zur ersten Kurve ihre fünfte Position. Und auch bei den Rundenzeiten legte sie
noch einmal zu - bis zum vorletzten Umlauf. Hier hatte sie eine Begegnung der etwas anderen
Art mit ihrem Landsmann Christian Fischer. Der Eidgenosse war neben die Strecke geraten
und fuhr der Honda-Pilotin in die Fahrspur. Beide Fahrzeuge kollidierten und fortan ergab sich
ein spannender Dreikampf um den vierten Rang zwischen Andrina Gugger, Christian Fischer
und Peter Rikli, den die 23-Jährige nervenstark trotz aller Attacken bis in die letzte Schikane
für sich entschied.


Andrina Gugger: "Der zweite Lauf war noch einmal besser als der Erste. Es hat alles gepasst
und ich freue mich, dass wir, trotz des 70 kg Gewichtsnachteils gegenüber der Konkurrenz,
schnell unterwegs waren. Allerdings hoffe ich, dass Christian mindestens ein schlechtes
Gewissen hat, da er mir heftig in die Karre gefahren ist. Mein Lenkrad stand nach dem Vorfall
schief und ich habe den vierten Platz zum Schluss noch einmal beharrlich verteidigen
müssen." (Anm.: Christian Fischer erhielt eine 30 Sekunden-Strafe und wurde auf den siebten
Rang zurückgesetzt.)


Peter Rikli, #7: Mit Pech begann der erste Test für Peter Rikli. Der neue Motor bereitete
Probleme und musste getauscht werden. Dem Eidgenossen fehlten daher bis zum
Qualifikationstraining nicht nur der leistungsstärkere Antrieb sondern auch wichtige
Erfahrungskilometer. "Wir mussten mit dem Ersatzmotor und einem nicht ganz optimalen
Setup in das Qualifying, was sich leider in der Startposition widerspiegelt. Die Crew hat in der
knappen Zeit versucht, verlorenes Know-How aufzuholen, aber mehr als ein neunter Rang war
auf die Schnelle nicht möglich", berichtete der Pechvogel.


In das turbulente erste Rennen startete der Eidgenosse gut und umkurvte geschickt einige
Karambolagen. Nach sieben ereignisreichen Runden überquerte er als Sechster den Zielstrich,
um den Civic bei seiner Mannschaft zwecks Reparatur vorzuführen. "Ein Stabi ist gebrochen.
Ich hatte irrsinniges Übersteuern", war sein Statement in der Pause zum zweiten Lauf.
Im zweiten Rennen des Sonntags ordnete sich Peter Rikli nach dem Start als Sechster hinter
seiner Teamkollegin in das Feld ein. Ab dem dritten Umlauf flog das Rikli-Duo gemeinsam
über den belgischen Parcours. Am Ende war Peter Rikli um Haaresbreite von der Zürcherin
geschlagen. Er sah hinter Andrina Gugger als Fünfter die karierte Flagge.


Peter Rikli: "Es ist bedauerlich, dass wir mit dem neuen Motor Probleme hatten. Wir müssen
jetzt genau analysieren, warum er nicht funktioniert hat. Der Ersatzmotor ist natürlich nicht
so leistungsstark, aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Im ersten Rennen
habe ich auch durch einige Zwischenfälle, die mich immer wieder zu Bremsungen zwangen,
den Anschluss an die Vorderleute verloren. Im zweiten Rennen ging es dann wesentlich
besser und ich konnte Andrina folgen und Sie unter Druck setzen. Sie hat leider keinen Fehler
gemacht, so dass ich mich nicht vorbeimogeln konnte."


 Rennen 1:
1. Petr Fulin
2. Samuel Sladecka
3. Filip Sladecka
4. Michal Matejovsky
5. Andrina Gugger
6. Peter Rikli
 Rennen 2:
1. Petr Fulin
2. Filip Sladecka
3. Michal Matejovsky
4. Andrina Gugger
5. Peter Rikli
...
 Tabelle:
1. Petr Fulin 82
2. Michal Matejovský 48
3. Peter Rikli 38
...
7. Andrina Gugger 22